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Compilation-Shows, auch Jukebox-Musicals genannt, sind die große Mode. Hits, die jeder mitsingen kann, werden in eine Geschichte eingesponnen, und der Erfolg von „Mamma Mia“ zeigt, dass diese Art von Show anscheinend automatisch zum Renner wird. Aber noch vor „Mamma Mia“ gab es in Deutschland „What a feeling!“ mit den Hits der 80er Jahre, und die Inszenierung von Horst Johanning wurde zum größten Erfolg in der 50jährigen Geschichte des Bonner Contra-Kreis-Theaters.
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Man sollte meinen, dass es für einen Autor schnell getan ist, einfach ein paar Hits zu nehmen und eine Geschichte drumherum zu schreiben. Aber man sollte es sich nicht zu leicht machen. Mein Ehrgeiz ist es, die Show so zu schreiben, dass sie auch ohne Musik funktionieren könnte, dass dort glaubwürdige Charaktere auf der Bühne stehen, die in geschliffenen Dialogen reden, so dass man nicht sehnsüchtig auf das nächste Lied warten muss. Ich will, dass die Geschichte aus dem Leben gegriffen ist, dass der Zuschauer verblüfft ist, wie natürlich sich die verwendeten Lieder aus der Handlung ergeben. Ich will einfach gutes Theater, unabhängig davon, ob es die Musik schon vorher gab. Das größte Kompliment machte mir darum nach einer Vorstellung ein etwa 60jähriger Zuschauer: “Ich kannte keines der Lieder, aber das war völlig egal. Ich habe mich an meine Jugend erinnert gefühlt.”
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