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Musik von Harry Warren
Liedtexte von Al Dubin
Buch von Michael Stewart und Mark Bramble
nach dem Roman von Bradford Ropes und dem Film von Lloyd Bacon
Deutsch von Wolfgang Adenberg (Liedtexte) und Ruth Deny (Dialoge)

Uraufführung am 25. 8. 1980, Winter Garden Theatre, New York
Deutschsprachige Erstaufführung am 21. 11. 2003 im Apollo-Theater, Stuttgart
 

 

 

 

42nd Street ist das amerikanische Musical mit der zweitlängsten Laufzeit am Broadway, nur übertroffen von „A Chorus Line“. Und es ist genau das, was man sich unter einem Broadwaymusical vorstellt: Glitzer und Glamour, atemberaubende Steppnummern und ein Ohrwurm nach dem anderen.

 

 

 

 

 

Ich habe die Originalproduktion zum ersten Mal 1985 in San Francisco gesehen, und dann noch einmal 1987 in London mit Catherine Zeta Jones als Peggy Sawyer. Und es ist wohl nicht übertrieben zu behaupten, dass diese Erfahrung für meinen Lebensweg mit prägend gewesen ist. Als ich 2003 die Texte der großartigen Lieder übersetzen durfte, schloss sich letztlich der Kreis.

 

 

 

Eine Szene aus dem Film von 1933

 


Die Entstehungsgeschichte des Stückes ist ungewöhnlich: Der Film „42nd Street“ aus dem Jahr 1933 war ein Meilenstein in der Geschichte des Filmmusicals. Zu verdanken war das neben den Liedern von Harry Warren und Al Dubin vor allem den Choreographien von Busby Berkeley, der hier zum ersten Mal für Hollywood arbeitete und zum prägenden Musicalregisseur der 30er Jahre werden sollte. Die Bilder, die er in seinen Filmen erschuf, gelten bis heute als die Quintessenz des amerikanischen Showbusiness. Nach „42nd Street“ war das Filmmusical nicht mehr dasselbe.

 

 

 

 

 

Fast 50 Jahre dauerte es, bis der Film seine Bühnenfassung erlebte. Dazu verwendete man nicht nur die ursprünglichen Songs, sondern fügte noch viele weitere Warren-Dubin-Klassiker aus den 30ern hinzu, wie „Lullaby of Broadway“ oder „Dames“. Dazu kamen Tanzszenen, die dem Film an Aufwand und Phantasie nicht nachstanden und die Show zu der „Musical Extravaganza“ machten, die der Untertitel versprach.

 

Noch eine Filmszene

 

 

 

 

 

 

Zusätzliche Publicity errang die Show, als ihr genialer Regisseur und Choreograph Gower Champion am Premierenabend verstarb. Aber sein Erbe lebt fort, denn als die Stage Holding „42nd Street“ 2003 in einer gigantischen Produktion nach Stuttgart brachte, waren die Choreographien dem Original nachempfunden.

 

 

 

 

 

Die Übersetzung der Liedtexte stellte mich vor eine fast unlösbare Aufgabe. Ein halbes Jahr brauchte ich, bis sie auf Deutsch die gleiche Frische und Leichtigkeit hatten wie auf Englisch. Wie immer ist es das Leichte, das am schwersten zu erreichen ist.
Ob es mir gelungen ist? Ich bin natürlich viel zu bescheiden, um das zu beurteilen. Aber wissen Sie was? Klicken Sie oben doch einfach mal auf den Link mit den Kritiken...
 

 

 

 

Eine sehr umfangreiche Seite zu jedem Aspekt von 42nd Street finden Sie übrgens hier.


 

 

Noch ein Wort zu Harry Warren, dem Komponisten, dessen Namen niemand kennt, obwohl er mit seinem musikalischen Einfallsreichtum in einer Liga mit George Gershwin oder Cole Porter spielt. Nur Irving Berlin hat mehr Welthits geschrieben als Harry Warren. Vielleicht kommt seine Anonymität daher, dass er für Hollywood arbeitete und nicht für den Broadway (mit Ausnahme dreier unbedeutender Frühwerke und des Musicals “Shangri-La”, das floppte).

 

 

Broadwayshows verknüpft man mit dem Namen von Komponist und Autor, Filme mit dem des Regisseurs. Dabei wäre jedes einzelne Lied in 42nd Street schon genug, um Harry Warren unsterblich zu machen.
 

 

 

Er hatte 21 Nummer-1-Hits. 30 Jahre lang schrieb er Lieder, die noch heute jeder mitsingen kann, z. B. “Chattanooga Choo Choo”, “That’s Amore”, “The more I see you” oder “This heart of mine”, um nur einige zu nennen.

Harry Warren hat den Erfolg von 42nd Street am Broadway noch miterlebt. Geboren am 24. 12. 1893, starb er am
22. 9. 1981, ein Jahr nach der Premiere der Show.

Mehr zu Harry Warren finden Sie hier.
Und hier ist eine weitere Seite über ihn.

 

Komponist und Liedtexter von 42nd Street:
Harry Warren und Al Dubin

 

 

 

 

 

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